Neulich hatte ich ein sehr interessantes Gespräch - wir kamen gerade von einer wenig produktiven Jugendstunde und mussten unserem aufgestauten Ärger Luft machen. Das Thema der besagten Jugendstunde war das neue Motto des Jahres "Freude in Christus", welches allein schon wegen seiner altertümlichen Sprache in unserer Gruppe sehr schlecht ankam. Wer spricht denn heutzutage noch so? Natürlich verbindet man Kirche mit solch altdeutschen Sätzen, bzw. Aussagen, doch gerade diese Texte lösen im Inneren der Jugendlichen von Heute einen starke Verprellung aus, die sehr schwer zu beheben ist. Denn wir alle wissen aus eigener Erfahrung: Ein Urteil ist schnell gefällt und es ist fast unmöglich die Schublade wieder auf zu machen!
In unserem Gespräch ist uns klar geworden, dass sich nicht die Kirche die Menschen aussucht, die ihr folgen sollen, sondern die Menschen sollten sich die Konfession aussuchen, die ihnen am meisten liegt und mit der sie sich am besten identifizieren können. Was passiert in uns, wenn unsere Überzeugung nicht mehr zu der Flagge passt, unter der wir segeln (wollen)?
Unsere Gemeinde ist die schönste, die ich kenne. Vor allem gehe ich zur Kirche, weil ich mich mit den Leuten gut verstehe und um mit ihnen Musik zu machen. Die Predigt, bzw. das Wort, welches vom Altar gesprochen wird, wurde für mich in letzter Zeit immer seltener zum Grund um jeden Sonntag und Mittwoch zum Gottesdienst zu erscheinen. Zusammengefasst: Momentan gehe ich zum Gottesdienst, weil mir die Umrahmung so viel Spaß bereitet - das Wort und dessen Interpretation ist meine letzte Motivationsquelle.
Unsere Gemeinde ist die schönste, die ich kenne. Vor allem gehe ich zur Kirche, weil ich mich mit den Leuten gut verstehe und um mit ihnen Musik zu machen. Die Predigt, bzw. das Wort, welches vom Altar gesprochen wird, wurde für mich in letzter Zeit immer seltener zum Grund um jeden Sonntag und Mittwoch zum Gottesdienst zu erscheinen. Zusammengefasst: Momentan gehe ich zum Gottesdienst, weil mir die Umrahmung so viel Spaß bereitet - das Wort und dessen Interpretation ist meine letzte Motivationsquelle.
Die Flagge bildet in diesem Fall der Bezirksapostel R. Krause und seine untergeordneten Apostel und weiteren Amtsträger. Der bis dato größte Schock, der durch die Reihen der neuapostolischen Gläubigen ging, war die Veruntreuung von 10 Millionen Euro Opfergeldern, die unter der Leitung des Bezirksapostels A. Brinkmann im Bezirk NRW in eine scheinbar sichere Kapitalanlage investiert wurden. Jedoch gingen die Verantwortlichen zwei Betrügern auf den Leim, wodurch das gesamte Geld plötzlich unwiderruflich im Untergrund verschwand. Diese ganze Geschichte ereignete sich 2007, wurde allerdings erst 2012 veröffentlicht, als eine weitere Verschleierung aufgrund von öffentlichen Gerichtsverhandlungen nicht mehr möglich war. Der Bezirksapostel Brinkmann bekannte sich öffentlich zu den verzockten Spendengeldern und entschuldigte sich im Anschluss an einen Stammapostel-Gottesdienst bei den Gläubigen im gesamten Bezirk Nordrhein-Westfalen. Der damalige Stammapostel Leber erkannte diese Entschuldigung an. Bezirksapostel Brinkmann blieb bis zum Ende seiner Amtszeit im Amt des Bezirksapostels tätig und kassiert noch heute seine Rente aus dem Rentenfond der Neuapostolischen Kirche.
Mit dem Satz: "Ihr werdet schon dafür sorgen, dass uns das Geld nicht ausgeht!" hat der Bezirksapostel R. Krause einen großen Gottesdienst beendet und damit für allerlei Empörung gesorgt. Dieser Satz hat bei vielen ein Gefühl der Ausbeutung ausgelöst, denn viele handelten bis zu diesem Zeitpunkt nach dem Vorsatz jeden Monat den 10-ten des gesamten Einkommens zu spenden um die neuapostolische Kirchengemeinschaft zu erhalten.
Nun komme ich an den Punkt, wo ich zu überlegen beginne, ob ich weiter unter dieser Flagge segeln möchte. Kann man weiterhin jeden Monat 10% seines Einkommens an die Kirche spenden, nur um seine eigene Gemeinde weiterhin zu erhalten? Mein Gesprächspartner und ich überlegten, ob unsere Gemeinde sich nicht selber tragen könnte. Natürlich wäre dieses Unterfangen mit einer gewissen Portion Egoismus verbunden, doch bei derartigen Vorkommnissen möchte man doch wissen, wo das Geld bleibt. Leider ist eine Verselbstständigung der Gemeinde unmöglich - dafür haben die Obersten penibelst gesorgt.
Nun komme ich an den Punkt, wo ich zu überlegen beginne, ob ich weiter unter dieser Flagge segeln möchte. Kann man weiterhin jeden Monat 10% seines Einkommens an die Kirche spenden, nur um seine eigene Gemeinde weiterhin zu erhalten? Mein Gesprächspartner und ich überlegten, ob unsere Gemeinde sich nicht selber tragen könnte. Natürlich wäre dieses Unterfangen mit einer gewissen Portion Egoismus verbunden, doch bei derartigen Vorkommnissen möchte man doch wissen, wo das Geld bleibt. Leider ist eine Verselbstständigung der Gemeinde unmöglich - dafür haben die Obersten penibelst gesorgt.
Man muss sich bewusst machen, dass mit dem Spenden die Verantwortung für das abgegebene Geld nicht aufhört! Wir sollten wohl überlegt unsere Opfergelder einsetzen, denn manchmal ist eine Spende an Unternehmen für wohltätige Zwecke genauso christlich.
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